Das Format hat Bedeutung und hilft beim Fokussieren auf das Wesentliche. Dabei haben Rahmen zwei Funktionen – sie können verbinden (was innen ist) und abgrenzen (was außen ist)

Format und Handlungsrahmen müssen zusammenpassen!

Stell dir jede Zeichenfläche als deine Bühne vor. Jede Geschichte hat einen optimalen Rahmen, ein optimales Darstellungsformat. Hier haben wir es in der Visualisierung viel leichter als im Theater mit einer echten Bühne. Stell dir vor, deine Story spielt in einem Hochhaus (eine mögliche Metapher für hierachische Abteilungen) – dann passt ein Hochformat. Oder du erzählt eine Geschichte, in der alle im selben Boot an den Rudern sitzen – dann passt besser ein breites Querformat. Und wenn deine Story etwas mit einem Bullauge zu tun hat – warum nicht eine kreisförmige Bühne wählen. Und wenn die Pyramide etwas mit deiner Geschichte zu tun hat – dann ist deine Bühne dreieckig.

Ein Tipp: Egal, welches Format dein Papier hat – zeichne einfach den passenden Rahmen für dein Format, deine Geschichte. Gerade wenn du auf einem Flipchart und noch mehr auf einer großen Wandtafel bzw. Wall visualisierst, macht ein Rahmen besonders viel Sinn. Sonst ist die Begrenzung deiner Zeichenfläche dein Motivrahmen. Das passt selten richtig gut, z. B. ich sketchnote im Querformat auf einem üblichen Plipchart. Bessere, teurere und moderne Flipcharts lassen sich aus diesem Grund drehen – leider sind sich dann aber nicht bequem zum skizzieren, da Sie sich dann nicht mehr hoch genug stellen lassen (auf dem Stuhl sitzen hilft!)

Wenn die Sketchnote später gedruckt werden soll oder als Banner auf der Website oder vielleicht als Instagram-Qudratformat genutzt werden soll, denke dann bei der Formatwahl an das passende Seitenverhältnis deines Motivformates. Nicht selten muss dann ein Kompromiss gefunden werden!


Zur nächsten Übung:

4. Schritt: Layoute das „Bühnenbild“


Zurück zu allen Übungs-Schritten:

Einleitung: Wie beginnt man Sketchnoting – eine Anleitung

1. Schritt: Thema präzisieren mit der Notitzzettel-Methode

2. Schritt: Aus Stichworten wird eine Story

3. Schritt: Bringe Format und Handlungsrahmen zusammen

4. Schritt: Layoute das „Bühnenbild“

5. Schritt: Mach’s spannend, Aktion!

6. Schritt: Setze Akzente, rücke in’s rechte Licht

7. Schritt: Übe effektiv und werde schnell besser

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