Bevor du jetzt mit deiner Sketchnote beginnst denke immer daran: Bewegung erzeugt Spannung. Dynamik in der Visualisierung zieht den Blick an. 

Bringe die Akteure zum Sprechen, Denken und in Bewegung!

Eine gute Performance der Akteure verstärkt die Spannung, setzt Akzente auf das Wichtige. So geht es auf der Bühne immer um Bewegung, um das Zusammenspiel, um das Zeigen von Beziehungen und deren Veränderung. Und zum Darstellen von Beziehungen braucht es Gefühle (Sprechblasen), Aussagen (Textblasen) und Bewegung. Denke an die Theaterbühne: vom Monolog auf der fast leeren Bühnen über Duette und Duelle bis hin zu Massenszene ist alles möglich und schafft Abwechslung. Und vergiss nicht, dass auf einer Bühne die Menschen selten wild durcheinanderrennen und der Zuschauer vor lauter Trubel nichts mehr verstehen kann. Handlung braucht Bewegungsraum! Mache die Bühne also nicht zu voll. Leerraum ist auch Gestaltungsfläche. Im guten Restaurant ist der Teller auch nicht übervoll gefüllt, sondern übersichtlich gestaltet, damit alles optimal zur Geltung kommt!

Denke auch immer an die Akteure „Schrift“. Große Schrift in kräftigen Farben ist ein Hingucker, dezente Schrift erklärt im Hintergrund! Gerade Textelemente machen deine Sketchnotes-Story klarer und erhöhen das Verständnis. Schrift ist Visualisierung und Code für Botschaften!


Mit der Vorarbeit der Thumbnails, weiß man nun, wo Texte und Symbole gut platziert werden. Bei der Thumbnail sind die Figuren nur angedeutet. Jetzt überlege ich mir welcher Gefühlszustand mit welchen Bewegungen bzw. Haltungen am besten ausgedrückt werden kann. Im Gestern sind die Figuren bewusst statisch – in der „bewegten Zukunft” kommt mit der Zusammenarbeit Bewegung ins Spiel – Sketchnotes dürfen und sollen übertreiben. Dadurch wird klarer, um was es geht.

Wichtig wenn nun angefangen wird mit dem Sketchen. Das Bild kommt aus dem Kopf aufs Papier. Erst überlegen, dann skizzieren. Das kommt nicht nur der Optik des Ergebnisses zur Gute sondern, und das ist viel wichtiger, vertieft deine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema! Man kann es nicht oft genug betonen: Visualisierung transportiert Inhalt – und Inhalt wird durch vorheriges Überlegen prägnanter!

Ich würde dir am Anfang zunächst nur mit einer Stiftfarbe, einer Strichstärke beim Üben zu beginnen. Verdickungen, Schatten, zwei Farben sowie grafische Effekte kommen erst im nächsten Schritt – gezielt eingesetzt!


Zur nächsten Übung:

6. Schritt: Setze Akzente, rücke in’s rechte Licht


Zurück zu allen Übungs-Schritten:

Einleitung: Wie beginnt man Sketchnoting – eine Anleitung

1. Schritt: Thema präzisieren mit der Notitzzettel-Methode

2. Schritt: Aus Stichworten wird eine Story

3. Schritt: Bringe Format und Handlungsrahmen zusammen

4. Schritt: Layoute das „Bühnenbild“

5. Schritt: Mach’s spannend, Aktion!

6. Schritt: Setze Akzente, rücke in’s rechte Licht

7. Schritt: Übe effektiv und werde schnell besser

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