Nachträglich mit grafischen Betonungen und Effekten wichtigen Elementen noch mehr Bedeutung geben. Du bestimmst als SketchnoterIn, was dem Betrachter zuerst ins Auge fallen soll!

Finishing – schon Wirkungsvolles noch besser machen!

Setze Akzente! Reine dezente Strichzeichnungen haben Ihren Reiz. Doch Visualisierung ist Sprache und keine Kunst. Sprache, gerade die Gesprochene, lebt von Akzenten. Diese Akzente, diese Betonungen sind in einer Visualisierung beispielsweise Licht und Schatten. Als SketchnoterIn bis du nicht nur RegisseurIn sondern auch BeleuchterIn. Bekommt eine Figur oder eine Schrift eine dickere Strichstärke oder einen Schatten, so wird sie durch den 3D-Effekt plastischer und zieht den Betrachter an. Löse dich dabei von der Realität – gebe nur den wichtigen Elementen einen Schatten oder Farbakzent. Auch ein Baum muss in der Visualisierungssprache nicht grün sein! Ebenso dürfen wir mit realen Größenverhältnissen spielen, das zieht die Blicke auf sich.

Diese Effekte kann man gut im zweiten Durchlauf einer Visualisierung ergänzen. Das spart Zeit – vor allem wenn du live simultan sketchnotest, genannt Graphic Recording. Durch das nachträgliche Bedeutung geben reflektierst Du nochmals deine Visualisierung – du denkst und kommunizierst visuell mit dir selbst. Aber: Zu viel wird zu viel. Höre rechtzeitig auf. Wenn alles im Nachgang betont wird, alles laut „hier“ schreit, geht jeder Akzent unter. Es wäre so, wie wenn du mit dem Textmarker alles markierst.

Visualisierst du digital, ist es hilfreich und einfach Dinge wieder zu löschen. Akzente kann man nämlich auch durch Entfernen des Überflüssigen setzen. Das ist sogar fast immer besser!


Ausarbeitung durch verdicken, färben, hervorheben durch Textboxen und Effekte – und löschen, zurücknehmen  (New Work) und leichtes Verändern (Whiteboard).


Zum letzten Übungsschritt 7:

7. Schritt: Übe effektiv und werde schnell besser


Zurück zu allen Übungs-Schritten:

Einleitung: Wie beginnt man Sketchnoting – eine Anleitung

1. Schritt: Thema präzisieren mit der Notitzzettel-Methode

2. Schritt: Aus Stichworten wird eine Story

3. Schritt: Bringe Format und Handlungsrahmen zusammen

4. Schritt: Layoute das „Bühnenbild“

5. Schritt: Mach’s spannend, Aktion!

6. Schritt: Setze Akzente, rücke in’s rechte Licht

7. Schritt: Übe effektiv und werde schnell besser

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